Radwandern in Masuren und Ermland (und auf der Frischen Nehrung) Kristallklare Seen, ursprüngliche Wälder und alte Kulturlandschaften

12 Tage 28.05 – 08.06.2027

Radfahren unter uralten Baumalleen, durch weite Landschaften, sanft geschwungene Hügel, zwischen den Wäldern blaue und smaragdgrüne Seen - Masuren zählt mit ca. 10.000 qkm und mehr als 3000 Seen zu einer der letzten, fast noch unberührten Naturgroßlandschaften Europas.

 

Im ehemaligen Ostpreußen erwartet Sie eine herb-romantische Landschaft mit einer wechselvollen Geschichte, die Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit weckt. Überall wird das gleiche Bild einer zeitlosen und atemberaubend schönen Landschaft, die sich tief in das Herz einbohrt, beschrieben: von tiefen, schwarzen und undurchdringlichen Wäldern, von den zahllosen kristallklaren Seen und dem endlos weiten Himmel, der sich über uralte baumbestandene Alleen und sanft geschwungenen Feldern spannt. Es bietet malerische Eindrücke von belebender Intensität. Der Charakter einer unberührten Natur entfaltet eine ganz eigene Faszination. Alles ist vertraut und wirkt doch viel größer als zuhause. Eine Reise in die Vergangenheit.

 

Besonders Masuren und das Ermland sind Landschaften in Europa, in denen sich unberührte Natur ebenso entdecken lässt wie begreifbare Geschichte. Urlaub hier heißt, die Langsamkeit neu entdecken, die Geschwindigkeit und Hektik unserer westlichen Welt herauszunehmen und sich dem Rhythmus der Landschaft anzupassen. Masuren zieht Menschen an, die die Einsamkeit und Ruhe suchen und den Trubel nicht missen.

Bei Ihrer Reise sind Sie "mittendrin" in Masuren und entdecken die unterschiedlichsten Regionen: das flache Bartener Land mit seinen Störchendörfern, die großen Masurischen Seen von Angerburg im Norden bis zum Spirdingsee im Süden, die Borkener Heide, die Region rund um die Heilige Linde und die Johannisburger Heide mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas. Sie staaken auf der Krutinna und erleben den Löwenthinsee und den Mauersee vom Schiff aus.Im Ermland lernen Sie die Marienburg, die Kathedrale in Frauenburg, den Oberländer Kanal sowie als Highlight die Frische Nehrung kennen. Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise ist die ehemalige Hansestadt Danzig.

 

Unsere Unterkünfte in Masuren und im Ermland:

 

Hotel-Pension „Gościniec Yaga“
Während unseres Aufenthaltes in Masuren beziehen Sie für 5 Nächte Quartier in der Gosciniec Yaga (Gasthaus Yaga) in Wilkasy, eine kleine Nachbarstadt kurz vor Gizycko, dem ehemaligen Lötzen, gelegen, inmitten der Großen Masurischen Seenplatte. Diese familiengeführte Pension bietet alles, was sich Radler/innen während einer Radreise wünschen: einen gut gepflegten Garten, in dem man sich nach der Tour erholen und entspannen kann. Die Wirtsleute verwöhnen darüber hinaus ihre Gäste mit einer typisch polnischen Küche u.a. mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Unterkunft bietet Zimmer mit Dusche/WC, TV, WLAN.

 

www.yaga.mazury.pl

 

Hotel Kadyny Folwark Hotel

Wir übernachten dreimal auf dem ehemaligen Gestüt von Kaiser Wilhelm II. in der Nähe der Frischen Haffs


www.kadyny.com.pl/de



 

01 Anreise nach Gnesen (Gniezno) (28.5.)

Am frühen Morgen bequeme Anreise im 5* Reisebus über Leipzig – Berlin – Frankfurt/Oder nach Gnesen (Gniezno), der ersten Hauptstadt Polens. Sie übernachten direkt gegenüber der Kathedrale. Nach dem Abendessen im Hotel können Sie Ihre Reiseleitung noch auf einen kleinen Stadtrundgang begleiten. 

 

02 Anradeln - der masurischen Landschaft entgegen (29.5.)


Nach dem Frühstück Weiterfahrt mit dem Bus bis Masuren mit einem kurzen Zwischenstopp am ehemaligen Herrenhaus in Sorkwitten. Am späten Nachmittag starten Sie zu einer ersten Radtour entlang der Großen Masurischen Seen bis zu Ihrem Domizil für die nächsten Tage, der Pension Gosciniec Yaga in Wilkasy.


Radstrecke: ca. 38 km / keine nennenswerten Steigungen

 

03 Rastenburg – Bartener Land – Masurischer Kanal (30.5.)


Am Vormittag bringt Sie der Bus zunächst zur Wolfsschanze, dem ehemaligen Führerhauptquartier in Ostpreußen. Hier erfahren Sie Wissenswertes über den geschichtsträchtigen Ort, an dem Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler verübte. Mit dem Fahrrad geht es anschließend ins Bartener Land mit einem Stopp in Jäglack, dem literarischen „Jokehnen“ von Arno Surminski. Über Srokowo/Drengfurth radeln Sie bis zum Masurischen Kanal nach Bajory/Bajohren. Rückfahrt zum Hotel mit dem Bus und Abendessen.


Radstrecke: ca. 30 km / keine nennenswerten Steigungen

 

04 Auf den Spuren der Familie Lehndorff (31.5.)


Sie beginnen Ihre heutige Radtour an der nördlichen Spitze des Mauersees und erreichen über eine alte Eichenallee das barocke Schloss in Steinort (Sztynort) oder besser, was davon übriggeblieben ist. In dem östlichsten Herrenhaus kurz vor der "Masurischen Wildnis" lebte einst die Adelsfamilie Lehndorff. Weiter geht die Fahrt über Haarschen (Harsz) und Possesern (Pozezdrze) bis nach Kruklanken (Kruklanki), von wo Sie der Bus zurück nach Gizycko/Lötzen bringt. Bei gutem Wetter haben Sie heute die Möglichkeiten, in den einen oder andern See zu springen. Am Ende des Tages steht eine Schiffsreise auf dem Mauersee auf dem Programm.

 

Radstrecke: ca. 55 km / keine nennenswerten Steigungen

 

05 Kirchen, Schlösser & Störche (1.6.)

 

Am Morgen steht der Besuch der barocken Wallfahrtskirche Heilige Linde mit Führung und abschließendem Orgelkonzert auf dem Programm. Mit dem Rad geht es dann durch das Bartener Land. Sie kommen nach Korschen (Korsze), in die Storchenregion rund um Löwenstein (Lwowiec) und nach Dönhoffstedt (Drogosze) mit dem ehemaligen Schloss. Rücktransfer ins Hotel und gemeinsames Abendessen.
Radstrecke: ca. 45 km / keine nennenswerten Steigungen

 

06 Von der Johannisburger Heide an das „Masurische Meer“ (2.6.)


Eine Radtour durch die Johannisburger Heide, einem der größten Waldgebiete Europas, beschließt den Masuren-Teil Ihrer faszinierenden Radreise. Am Ende des Tages lassen Sie sich traditionell auf der Krutinna staaken. Rückkehr mit dem Bus zum Abendessen und zur letzten Übernachtung im Hotel in Wilkasy.

Radstrecke: ca. 45 km / keine nennenswerten Steigungen

 

07 Vom Oberländer Kanal bis zum Frischen Haff  (3.6.)

 

Nach dem Frühstück verlassen Sie Wilkassen (Wilkasy) und erreichen am frühen Mittag den Oberländer Kanal. Hier können Sie erleben, wie Schiffe die Berge „hochrollen“. Eine technisch einmalige Einrichtung und eine der bekanntesten Attraktionen der Region. Wir radeln ein Stück an dem Kanal entlang und erleben fünf „Rollberge“. Am Ende werden die Fahrräder verladen. Per Bus geht es nach Kadiny/Kadinnen. drei Übernachtungen im Hotel Kadyny Folwark.

 

Radstrecke: ca. 25 km / keine nennenswerten Steigungen

 

08 Tag auf der Frischen Nehrung (4.6.)

 

Wir setzen im Hafen von Tolkemit mit einem Schiff rüber auf die Frischen Nehrung. Vom Rad aus lernen Sie diesen außergewöhnlichen Landstrich kennen. Der Radweg führt mal auf der Ostseeseite, mal auf der Haffseite entlang. Auch freie Zeit im Kurort Kahlberg/Krynica Morska ist natürlich eingeplant, Rückkehr mit der Fähre nach Tolkemit/Tolkmicko

 

Radstrecke ca. 60 km, keine nennenswerten Steigungen

 

09 Von der Kathedrale in Frauenburg bis zur Marienburg an der Nogat (5.6.)

 

Bustransfer nach Frauenburg. Zunächst besichtigen Sie die Kathedrale von Frauenburg (Frombork), besteigen den Turm und genießen die Aussicht über das Frische Haff auf die Nehrung. Diesen Blick hatte wohl auch Nikolaus Kopernikus. Wir lassen uns von der Vita des Nikolaus Kopernikus, der hier wirkte und das heliozentrische Weltbild entdeckte. Er stellte fest, dass sich die Erde um die Sonne dreht, nicht umgekehrt.

 

In Frauenburg starten wir zu unserer Radtour, die uns nach Schlobitten und nach Braniewo/Braunsberg führt. Unsere Tour endet am Frischen Haff, Bustransfer nach Kadiny

 

Radstrecke: ca. 65km / ca. 150 Höhenmeter

 

 

10 Vom Weichsel-Delta bis zur Ostseestadt Danzig (6.6.)


Heute radeln Sie entlang der Nogat, einem Nebenarm der Weichsel. Unsere Radtour endet an der Marienburg, dem ehemaligen Sitz des Deutschen Ordens. Nur Außenbesichtigung. Hier werden die Fahrräder verladen. Bustransfer nach Danzig. Eine Führung in der geschichtsträchtigen Stadt darf natürlich nicht fehlen. Sie sehen u.a. das Krantor, die mächtige Marienkirche, das Rathaus und die Frauengasse. Im Anschluss bleibt noch Zeit, Danzig auf eigene Faust zu erkunden. Abendessen und Übernachtung in Danzig.


Radstrecke: ca. 45 km / keine nennenswerten Steigungen


 

11 Thorn – die historische Stadt an der Weichsel (7.6.)

Sie verlassen Danzig und radeln durch die Bromberger Heide bis in die alte Hansestadt Thorn (Toruń). Nach einem kurzen Stadtrundgang bringt Sie der Bus zur Zwischenübernachtung nach Frankfurt/Oder.

 

Radstrecke: ca. 25 km / keine nennenswerten Steigungen

 

12 Heimreise (8.6.)

 

 

 

 Unsere Leistungen:

Fahrt im 5*-Reisebus

Busbegleitung mit Radtransport

1 x ÜF/HP im 4* Hotel Pietrak in Gnesen

5 x ÜF/HP in der beschriebenen Hotel-Pension in Wilkasy

3 x ÜF/HP im beschriebenen Hotel in Kadiny

1 x ÜF/HP im 4* Mercure Hotel Gdansk Stare Miasto

1 x ÜF/HP im 3+* City Park Hotel Frankfurt/Oder

Führung & Besichtigung der Wolfsschanze

Schiffsreise Große Masurische Seen

Führung, Besichtigung und Orgelkonzert in der Heiligen Linde

Staakenbootfahrt auf der Kruttinna

Führung, Besichtigung und Orgelkonzert in der Kathedrale in Frauenburg

Stadtführung in Danzig

Stadtrundgang in Thorn

Radausflüge mit Radreiseleitung (ab/bis Frankfurt/Oder)

1 x Infomaterial zur Reise

Übernachtungssteuer

 

Weitere evtl. Eintritte extra.


Min. / Max. Teilnehmerzahl: 18 / 25 Personen.

Gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich


Programmänderungen vorbehalten.


 

Anforderungsprofil:
Die täglichen Radetappen sind zwischen 25 und 60 Kilometer lang. Wir bewegen uns überwiegend auf (gut) asphaltierten Landstraßen, auf denen kaum Autoverkehr herrscht. Zwischendurch geht es aber auch über gut befahrbare Wald- und Wirtschaftswege. Masuren und Ermland sind Endmoränenlandschaften, mit leichten Steigungen muss immer mal gerechnet werden, i.d.R. aber insgesamt keine nennenswerten Steigungen.


Anmerkung:


Als weitere Vorbereitung empfehlen wir das Buch von Andreas Kossert:

Gebrauchsanweisung für Masuren: Für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte - der Reiseführer für eine bewegte Landschaft.

 

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