Radfahren unter uralten Baumalleen, durch weite Landschaften, sanft geschwungene Hügel, zwischen den Wäldern blaue und smaragdgrüne Seen - Masuren zählt mit ca. 10.000 qkm und mehr als 3000 Seen zu einer der letzten, fast noch unberührten Naturgroßlandschaften Europas.
Das ehemalige Ostpreußen: eine herb-romantische Landschaft mit einer wechselvollen Geschichte, die Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit weckt. Überall wird das gleiche Bild einer zeitlosen und atemberaubend schönen Landschaft, die sich tief ins Herz einbohrt, beschrieben: von tiefen, schwarzen und undurchdringlichen Wäldern, von den zahllosen kristallnen Seen und dem endlos weiten Himmel, der sich über uralte baumbestandene Alleen und sanft geschwungenen Feldern spannt. Es bietet malerische Eindrücke von belebender Intensität. Der Charakter einer unberührten Natur entfaltet eine ganz eigene Faszination. Alles ist vertraut und wirkt doch viel größer als zuhause. Eine Reise in die Vergangenheit.
Besonders Masuren und das Ermland sind Landschaften in Europa, in denen sich unberührte Natur ebenso entdecken lässt wie begreifbare Geschichte. Urlaub hier heißt, die Langsamkeit neu entdecken, die Geschwindigkeit und Hektik unserer westlichen Welt herauszunehmen und sich dem Rhythmus der Landschaft anzupassen. Masuren zieht Menschen an, die die Einsamkeit und Ruhe suchen und den Trubel nicht missen!
Einst waren Masuren und das Ermland ein stiller Zipfel im ehemaligen Ostpreußen, heute gehört es zum Nordosten Polens. Und ist - damals wie heute - eines der am dünnsten besiedelten Regionen. Hier leben auf dem Quadratkilometer nur 59 Einwohner. Zum Vergleich: in München sind es 4800 Menschen!
Mit unserer Wahl für den Standort Lötzen(Wilkasy) liegen wir "mittendrin" in Masuren und kommen in die unterschiedlichsten Regionen: das flache Bartener Land bis an die russisch-polnische Grenze mit seinen Störchendörfern, die großen Masurischen Seen von Angerburg im Norden bis runter zum Spirdingsee im Süden, die Borkener Heide, die Region rund um die Heilige Linde und die Johannisburger Heide mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas. Wir staaken auf der Krutinna und erleben den Löwenthinsee und den Dargeinensee vom Schiff aus.
Im Ermland lernen Sie die Marienburg, die Kathedrale in Frauenburg den Oberländer Kanal sowie das Frische Haff kennen. Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise ist die ehemalige Hansestadt Danzig.
Die täglichen Etappen sind ca. 50 Kilometer lang. Jeder, der gerne und regelmäßig Fahrrad fährt, kann die Etappen gut schaffen. eBike ist nicht unbedingt
Voraussetzung, erleichtert aber das Radfahren.
Unser Programm:
26. August: Am früher Morgen verlassen wir Westfalen. Unser Ziel heute ist die alte Hansestadt Thorn an der Weichsel. Wir wohnen direkt am historischen Stadtzentrum, nach dem Abendessen kleiner Stadtrundgang.
27. August: nach dem Frühstück Busreise bis ins ehemaligen Ortelsburg. Einradeln werden wir auf einer ehemaligen Bahntrasse bis kurz vor Bischofsburg, Kurzer Stopp am Herrenhaus in Sorquitten, unsere Radtour führt uns von Boze/Bussen zunächst nach Ryn/Rhein. Nachdem wir einen Blick auf die alte Ordensburg, die mittlerweile zu einem Luxushotel umgebaut wurde, geworfen haben, geht es weiter Richtung Szymonka/ Schimonken. Ab hier radeln wir entlang der Großen Masurischen Seen bis nach Wilkassen, unserem Domizil, das wir nach gut 55 Kilometern erreichen.am späten Nachmittag erreichen wir unser Domizil für die nächsten Tage, die Pension Gosciniec Yaga in Wilkasy, kurz vor Lötzen, dem heutigen Gizycko, gelegen.
28. August: Am Vormittag bringt uns der Bus zunächst zur Wolfsschanze, dem ehemaligen Führerhauptquartier. Hier verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler. Jan Zduniak zeigt uns hier alles Wichtige. Von hier aus Start zur Radtour ins Bartener Land nach Barciany/Barten mit einen Stopp in Jeglawki/Jäglack, dem literarischen "Jokehnen" und weiter über Srokowo/Drengfurth bis zum Masurischen Kanal nach Bajory/Bajohren (Streckenlänge ca. 40 km), Rückkehr mit dem Bus nach Wilkasy/Wilkassen
29. August: Hinter Wegorzewo/Angerburg an der nördlichen Spitze des Mauersee geht es auf die Fahrräder. Wir radeln knapp 55 Kilometer über Sztynort/Steinort, Harsz/Haarschen, Pozezdrze/ Possessern bis nach Kruklanki/Kruklanken. In Sztynort/Steinort lebte die Familie von Lehndorff, die u.a. auch mit der Familie Dönhoff verwandt war. Dieses Herrenhaus war das östlichste kurz vor der "Masurischen Wildnis". Bei gutem Wetter haben Sie heute die Möglichkeiten, in den einen oder andern See zu springen. Unterwegs werden die Fahrräder verladen und der Bus bringt Sie zurück nach Gizycko/Lötzen. Am Ende des Tages steht eine Schiffsreise auf dem Mauersee auf dem Programm.
30. August: Um 9.30 Uhr wartet Elisabeth Marko auf uns und erzählt uns die Geschichte der Wallfahrtskirche Heilige Linde. Die Führung endet mit einem Orgelkonzert. Heute radeln wir durch das Bartener Land, kommen nach Korsze/Korschen, Lwowiec/Löwenstein und nach Drogosze, dem ehemaligen Dönhoffstedt. Rückkehr nach 45 Radkilometern mit dem Bus nach Wilkasy/Wilkassen.
31. August: Tag zur freien Verfügung
1. September: eine Radtour durch die Johannisburger Heide steht auf dem Programm, am Ende lassen wir uns auf der Krutinna staaken. Die Strecke heute ist ca. 45 km lang. Unterwegs besuchen wir das ehemalige Philiponenkloster in Wojnowo/Eckartsdorf, Rückkehr mit dem Bus, letzte Übernachtung in Wilkasy/Wilkassen.
2. September: Nach dem Frühstück verlassen wir Wilkasy/Wilkassen. Am späten Vormittag erreichen wir nach einer Busfahrt von rund 150 Kilometer den Oberländer Kanal. Nachdem wir dieses Wunderwerk der Technik begutachtet haben, steigen wir von hier auf die Fahrräder zu unserer Radtour (ca. 59 km). Der Weg führt uns über Slobity/Schlobitten (hier steht noch die Ruine des ehemaligen Barockschlosses. Die Familie Dohna zu Schlobitten besaß dieses Rittergut). Von Mlynary/Mühlhausen geht es bis nach Frombork/Frauenburg am Frischen Haff. Hier übernachten wir zweimal im Hotel Kopernik.
3. September: Zunächst besichtigen wir die Kathedrale von Frombork/Frauenburg, danach das Orgelkonzert. Brigitte Gawron ist hier unsere sachkundige Führerin. Wir besteigen den Turm und erleben den Blick über das Frische Haff auf die Nehrung. Diesen Blick hatte wohl auch Nikolaus Kopernikus, der hier wirkte, das helozentrische Weltbild entdeckte und feststellte, dass sich nicht die Sonne um die Erde dreht, sondern es genau umgekehrt war. Danach bringt uns der Bus zur Marienburg, dem ehemaligen Sitz des Deutschen Ordens (nur Außenbesichtigung) Unsere Radtour führt uns heute entlang der Nogat bis kurz vor Elbing (Streckenlänge ca. 52 km).
4. September: heute besuchen Sie Danzig. Anna Murowska zeigt uns in gut zwei Stunden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: das Krantor, die Frauengasse, die mächtige Marienkirche und das Rathaus. Danach Bustransfer nach Frankfurt/Oder
5. September: nach dem Frühstück Heimreise
Leistungen: