Eifel und Südtirol

Radwandern in Masuren

Im kommenden Jahr werden neben den Reisen nach Masuren und der Elbe-Tour mit der Kolpingsfamilie Gütersloh auch noch zwei weitere Radreisen mit dem Kolpingwerk in Köln angeboten. Beide Touren haben eine Gemeinsamkeit: wir nutzen alte, stillgelegte Eisenbahntrassen:

 

 Radwandern auf alten Eisenbahntrassen in der Eifel am 21. und 22. April

und

Radwandern auf dem Brennerpass und dem Reschenpass

Eine Radreise durch Südtirol und nach Verona

vom 22. bis zum 29. September

 

Vom 22. bis zum 29. September ist Südtirol das Ziel dieser Radreise. Einmal vom Brenner runter auf einer alten Eisenbahntrasse und dann den Rechenpass runter ebenfalls bis Bozen geht es weiter nach Verona.

Radfahren südlich der Alpen zwischen Reschenpass, dem Brennerpass bis nach Verona ist ein unbeschreibliches Reiseerlebnis: atemberaubende Alpenpanoramen, gletscher-farbene Gebirgsseen, blühende Obstbäume oder knallrote apfelbehangene Obstplantagen – je nach Jahreszeit. Immer südlicher wird das Flair der kleinen Ortschaften und der wichtigsten Städte Südtirols Brixen, Meran, Bozen, aber auch Trient, Rovereto und Verona

.Brnnerbahn  Brennerbahn   Brnnerbahn

Zu Beginn der Tour stehen die beiden Alpenpässe auf unserem Tourenprogramm: der Brennerpass und der Reschenpass. Der Bus bringt uns jeweils zu den Ausgangspunkten: Brennero mit ca. 1500 Meter über dem Meeresspiegel und Reschen mit ebenfalls 1500 Meter. Beide Wege treffen sich in Bozen mit ca. 200 Höhenmetern.

  Brennerbahn    Brennerbahn   Sterzing

 Der Brennerpass: die Strecke führt durch das Wipptal und entlang des Eisack. Der Radweg verläuft auf der alten Bahntrasse der Brennerbahn Richtung Pflerschtal. Zwischen Brennerpass und Gossensass (Colle Isarco) führt er durch zwei Tunnel und bietet atemberaubende Blicke ins Wipptal und auf die Berge des Pflerschtals. Das Ende der ausgebauten Bahnstrecke kommt abrupt im Bereich der Kehrschleife der heutigen Brennerbahn: eine kurvige Abfahrt mit kräftigem Gefälle führt zu einem neu ausgebauten Radweg entlang des Pflerscherbachs bis nach Gossensass. Nach Überquerung der Brenner-Staatsstraße führt ein neuer, asphaltierter Radweg über Oberried und Unterried zum alten Zoll an der Brennerstraße. Von dort aus muss man noch ein kurzes Stück die Straße benutzen bis nach Sterzing.

  Brnnerbahn   P1060277   Brixen

 

Ab Sterzing führt ein Radweg entlang des Eisack in Richtung Süden. Dieser Radweg bleibt nicht immer im Tal des Eisack, sondern ist in seinem Verlauf gespickt mit einigen kurzen Steigungen. Vor Stilfes verlässt der Radweg erstmals das Tal des Eisack. Weitere Steigungen befinden sich bei Mezzaselva und im Bereich des Vahrner Sees. Erst ab Brixen wird es wieder einfach, kilometerlang geht es ohne Mühe stetig leicht bergab. Noch eine kurze "Unebenheit" im Profil vor Waidbruck/Ponte Gardena, dann ist man auf der sehr gut ausgebauten Bahntrasse bis kurz vor Bozen. Der asphaltierte Radweg führt durch etliche Tunnel, im engen Eisacktal immer am Rande des Flusses. Hoch oben, auf Stelzen gebaut, begleitet uns die Brennerautobahn. Ohne Mühe erreicht man auf dem gut ausgebauten Radweg den Bahnhof und die Stadt Bozen.

Der Reschenpass: Der Pass verbindet das Inntal an der schweizerisch-österreichischen Grenze mit dem Südtiroler Vinschgau. Mit etwas über 1.500 Metern über dem Meer ist er eine der niedrigsten Stellen im Alpenhauptkamm. Seit alters her hat er eine große Verkehrsbedeutung, lässt sich aber auch auf verkehrsarmen Wegen überqueren. Die Landschaft zu beiden Seiten des Passes gilt als reizvoll. Deshalb, und aufgrund der moderaten Steigungen, ist er auch für weniger erfahrene Radler geeignet. Die Via Claudia Augusta führt über den Reschenpass. Hier entspringt die Etsch, der wir bei stetigem Gefälle hinunter durch das herrliche Tal des Vinschgaus bis in die Kurstadt Meran und bis nach Bozen weiter folgen. Der Radweg ist weitgehend ausgebaut und beschildert und verläuft meist auf asphaltiertem Boden und verkehrsarmen Straßen

Der Obervinschgau hat einen eher alpinen Charakter, die Dörfer erscheinen ruhig und beschaulich, der Winter läßt sich später verdrängen als im unteren Vinschgau und so gibt es im oberen, höher liegen Teil des Tals zwangsläufig auch weniger Tourismus. Je weiter wir uns dem Untervinschgau nähern, desto milder wird das Klima. Der Blick schweift über weite Obstplantagen: Aprikosen und Äpfel werden angebaut und verwandeln das Tal im Frühjahr in ein endlos scheinendes Meer aus weißen und rosafarbenen Blüten.

    Im Etschtal   Eisenbahntrasse   Eisenbahntrasse

Freitag, den 21. 9.: Verladen der Fahrräder

Samstag, den 22.9.: Busfahrt bis Brenner, Übernachtung in Mattrei

Sonntag, den 23.9.: Der Bus bringt uns noch die wenigen Kilometer hoch bis zum österreichisch-italienischen Grenzort Brennero. Bei rund 1500 Höhenmeter starten wir auf der alten Trasse der Brennereisenbahn zunächst bis nach Sterzing. Hier gönnen wir uns einen kurzen Blick in die Altstadt.  Unser Ziel heute ist nach rund 56 Kilometer Brixen. Am Abend lassen wir uns in einer Stadtführung alles Wissenswerte erzählen.
 

  Im Etschtal  Im Etschtal  Im Etschtal

 

Montag, den 24.9: heute radeln wir von Brixen bis nach Bozen. Die Strecke ist rund 45 km, am Nachmittag die Stadtführung durch Bozen. Hier werden die Fahrräder verladen. Per Bus geht es dann nach Naturns. Hier beziehen wir für zwei Nächte unser Quartier. 

Dienstag, den 25.9.: Ausgangspunkt der heutigen Etappe ist Reschen. Zunächst am Reschensee entlang radeln wir Richtung Glurns und Laas. Nach gut 65 Kilometer erreichen wir Naturns.

Mittwoch, den 26.9.: Radtour Naturns – Meran – Bozen ca. 55 km, Busfahrt nach Trient, hier machen wir ebenfalls zwei Nächte Station. Am Abend die Stadtführung, Übernachtung in Trient

Donnerstag, den 27.9.: Heute haben Sie sich zu entscheiden: entweder geniessen Sie einen radfreien Tag in Verona und nehmen sich ausreichend Zeit für eine Stadterkundung oder Sie radeln durch das Etschtal . Übernachtung in Trient

Freitag, den 28.9.: Am Morgen verlassen wir Trient und radeln Richtung Bozen. Verladen der Fahrräder, Busfahrt Richtung Innsbruck, Übernachtung   erneut in Mattrei.

Samstag, den 29.9.: Heimreise

  Rivoli Veronese   Verona  Verona

Ein wichtiger Hinweis: Es gibt in dieser Region ein gut ausgebautes Radwegenetz. Stellenweise nutzen wir auch alte Eisenbahntrassen, die speziell für Radler ausgebaut wurden und immer mal wieder durch stillgelegte Eisenbahntunnel führen. Der Bus bringt uns jeweils zu den hoch gelegenen Ausgangspunkten. Überwiegend geht es bergab, zwischendurch ist aber auch immer mal wieder mit Steigungen zu rechnen. Es handelt sich um busbegleitete Radreisen. Das heißt, dass wir den Bus in regelmäßigen Abständen treffen und jeder – je nach Kondition – in den Bus umsteigen kann. Da wir einen speziellen Radanhänger haben, nimmt jeder Reisende sein eigenes Rad mit – auf dem er sich wohlfühlt und mit dem er vertraut ist.

 

Der Akzent dieser Reise liegt auf dem Radfahren in einer sehenswerten Region, zwischendurch gibt es Führungen und Besichtigungen. Das Radfahren steht im Mittelpunkt, nicht so sehr die kulturell sehenswerten und historisch bedeutenden Ortschaften. Wir lassen auch schon mal eine Kirche „links liegen“

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Rainer Palsherm

13. November 2011